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Dritte, völlig überarbeitete und erweiterte Auflage von "Mein Lupus erythematodes Tagebuch - Ratgeber"
Erscheint demnächst
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Die Zusammenarbeit mit dem Arzt
Wie können Sie persönlich daran mitwirken, eine möglichst optimale Therapie zu erhalten? Im Folgenden möchte ich einige Punkte erwähnen, die mir wichtig erscheinen.
Fachärztliche Betreuung
Bei der Behandlung einer chronischen Erkrankung wie Lupus erythematodes kommt es in besonderer Weise auf die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin an. Der nächste Ansprechpartner ist in der Regel der Hausarzt.
Üblicherweise haben Hausärzte eine Fachweiterbildung in Allgemeinmedizin absolviert, und es gibt auch Internisten, die als Hausärzte praktizieren.
Nach der Erfahrung vieler Lupus-Betroffener ist der Hausarzt - sei es ein Internist oder Allgemeinmediziner - mit der Diagnose und Behandlung von Lupus-Erkrankungen vielfach überfordert. An meinem Heimatort habe ich auch nach der LE-Diagnose keinen Allgemeinmediziner oder Internisten gefunden, der sich mit meiner Erkrankung auskennt. Der Hauptgrund hierfür ist veraltetes medizinisches Wissen (in den Kapiteln über "Krankheitsodyssee" und "Theoretische Medizin" werde ich auf dieses Problem noch näher eingehen). Im Fall der Allgemeinmedizin kommt hinzu, dass sie zwar ursprünglich als fächerübergreifende Lehre von den Krankheiten angelegt war, diesen Anspruch heute jedoch nicht mehr erfüllen kann, da das Wissen in den einzelnen Fachgebieten der Medizin zu umfangreich geworden ist. Und schließlich können Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten in der Regel kaum oder gar keine Erfahrung mit der Behandlung von Lupus-Kranken sammeln, denn sehr wahrscheinlich sind Sie die einzige Lupus-Patientin in der Praxis.
Im günstigsten Fall wird sich der niedergelassene Arzt mit der durchschnittlichen Lehrbuchversion des SLE auskennen (so genannte "ARA-Kriterien"), nicht jedoch mit dem klinischen Bild. Aus der Unerfahrenheit resultiert oftmals eine Angst und Unsicherheit der Patientin gegenüber, die in Passivität mündet.
Neben dem Hausarzt sollten Sie daher von einem Arzt betreut werden, der auf die Erkrankung spezialisiert ist. Gegenwärtig ist der Facharzt für die Diagnose und Behandlung des Lupus erythematodes ein Internist mit der Zusatzbezeichnung Rheumatologie; wenn nur die Haut beteiligt ist, der Hautarzt. Nach der Erfahrung zahlreicher Betroffener aus der Selbsthilfegruppe kann man sich als Lupus-Patientin viel Leid ersparen, wenn man möglichst bald nach Ausbruch der Erkrankung zu einem dieser Fachärzte in Behandlung kommt.
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Verlag für Neue Medizin - Gervinusstr. 47 - D-64287 Darmstadt
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