Lupus - Ratgeber
von Dorothea Maxin



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Dritte, völlig überarbeitete und erweiterte Auflage von "Mein Lupus erythematodes Tagebuch - Ratgeber"
Erscheint demnächst






       Löwenfamilie

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             Nachwort zur zweiten Auflage


Dazu kommt, dass die Kälteempfindlichkeit bei den Betroffenen erhöht ist. Es gibt auch beheizbare Schuhe oder Handschuhe. Auch warme Hand- und Fußbäder fördern die Durchblutung. Zur Vermeidung von Druckstellen ist weites Schuhwerk zu empfehlen. Unbehandelt können die Durchblutungsstörungen die Sensibilität beeinträchtigen und zum Absterben der Finger- und Zehenspitzen führen, und leider können auch die Behandlung und die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen das Fortschreiten des Raynaud-Syndroms oftmals nicht ausreichend bremsen.

Gesundheitsfördernde Lebenseinstellung

Neben den oben genannten Behandlungsverfahren und Verhaltensregeln spielt die allgemeine Lebensweise bei der Krankheitsbewältigung eine große Rolle. Jede Erkrankung, auch der einfachste Schnupfen, wird durch die psychische Befindlichkeit beeinflusst. Eine ausgeglichene Lebensweise bessert jede Krankheit. Einen LE aus psychischen Gründen gibt es allerdings nicht, es müssen immer weitere Faktoren wie genetische Belastung, hormonelle Veränderungen, verstärkte Sonnenbestrahlung und dergleichen hinzukommen. Vermeiden Sie übergroße körperliche und seelische Belastungen (Stressreduktion) und pflegen Sie einen aktiven, aber entspannten Lebensstil mit positiven Erlebnissen und befriedigenden sozialen Beziehungen. Was ist darunter zu verstehen (121)?

Sich selber akzeptieren

Akzeptieren Sie sich so, wie Sie sind, mit allen Stärken und Schwächen und der Krankheit! Nach meiner Erfahrung verläuft die Krankheit umso milder, je weniger ich sie bekämpfe und je mehr ich sie akzeptiere und in mein Leben mit einbeziehe. Solange ich denke: "Ich möchte mein Leben so weiterführen wie bisher!" oder: "Wann geht die Krankheit endlich wieder weg?", wird sie sich immer wieder mit heftigen Beschwerden bemerkbar machen. Das bedeutet nicht, dass man in seinem Leben nichts ändern soll - "Nur wer sich ändert, bleibt sich treu" (Wolf Biermann) -, aber eine positive Grundhaltung zu sich selber ist das Entscheidende. Es gilt, sich gegen die Krankheit zu behaupten, aber nicht gegen den eigenen Körper zu arbeiten.

Zur Krankheit stehen

Informieren Sie Ihre Familie und Freunde über die Krankheit, sobald Sie sich der Konfrontation damit gewachsen fühlen! Die Menschen, die uns nahe stehen, haben ein Recht darauf, zu erfahren, was mit uns los ist, und sehr wahrscheinlich wird auch ihr Leben von den Veränderungen betroffen werden, die sich aus unserer Krankheit ergeben.

Verlag für Neue Medizin - Gervinusstr. 47 - D-64287 Darmstadt